Adobe Sign China-Service im Countdown
In der letzten Juniwoche 2025 wird Adobe Sign, die zweitgrößte Plattform für elektronische Signaturen weltweit, den chinesischen Festlandmarkt offiziell verlassen. Zu diesem Zeitpunkt erhalten alle Benutzer, die versuchen, über Web-, App- oder API-Integrationen von chinesischen Festland-IP-Adressen auf Acrobat Sign zuzugreifen (einschließlich Absender, Unterzeichner, Genehmiger, Prüfer und andere unterstützte Rollen), eine Fehlermeldung „Zugriff verweigert“ und können Adobe Acrobat Sign nicht mehr verwenden.

Diese Anpassung von Adobe Sign ist keine plötzliche Entscheidung, sondern eine zehnjährige strategische Schrumpfung von Adobe auf dem chinesischen Festland:
2014: Erstmalige Schließung des chinesischen Forschungs- und Entwicklungszentrums, Umstellung auf ein vertriebsorientiertes Modell;
2022: Sperrung des chinesischen Behance-Community-Kontos, Abschneiden der Designer-Ressourcenbibliothek;
2024: Photoshop-Einzelabonnements verschwinden vollständig vom chinesischen Festland.
Januar 2025: Adobe Sign startet die Aktualisierung des SSL-Zertifikats, wobei chinesische Server von der Upgrade-Liste ausgeschlossen werden;
Die Ursache: KI-Compliance und Konflikt der Datensouveränität
Als einer der größten Konsummärkte der Welt war China schon immer ein „umkämpftes Gebiet“ für multinationale Konzerne. Warum zieht sich Adobe so überstürzt zurück?
Alles beruht auf der relativ unangenehmen geopolitischen Lage im Rahmen des Cloud-Computing-Trends: Adobe hat sich bereits vollständig auf ein Cloud-Service-System umgestellt, und die aktuellen KI-Funktionen basieren alle auf Cloud Computing. Die Adobe-Nutzungsbedingungen verlangen von den Benutzern, dass sie „Daten dauerhaft für KI-Training autorisieren“, aber das Unternehmen hat in China kein Rechenzentrum wie Apple eingerichtet, was nicht den einschlägigen Gesetzen und Richtlinien des chinesischen Festlands entspricht. Der Rückzug ist möglicherweise die einzige Lösung.
Vakuum-Effekt: Multinationale Unternehmen stehen vor einer Signaturkrise
Gemäß der offiziellen Ankündigung sind alle Benutzer auf dem chinesischen Festland und Unternehmenskunden mit Geschäftsbeziehungen zum chinesischen Festland von dem Risiko einer Dienstunterbrechung betroffen. Inländische Benutzer und multinationale Unternehmen, die auf diese Plattform angewiesen sind, stehen vor den dreifachen Herausforderungen der Datenmigration, der Sicherstellung der Geschäftskontinuität und des grenzüberschreitenden Compliance-Drucks.
„Es ist, als würde man plötzlich von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten“, beschreibt Zhang Tao, der Leiter eines grenzüberschreitenden E-Commerce-Unternehmens in Shenzhen. Sein Unternehmen verwendet Adobe Sign seit Jahren zur Abwicklung internationaler Verträge und steht nun vor der schwierigen Aufgabe, fast tausend Vertragsvereinbarungen zu migrieren.
Globale, konforme, grenzüberschreitende Unterzeichnung über den Super-Hub Hongkong
Mit dem Rückzug von Adobe Sign aus dem Festlandmarkt erlebt die globale Marktstruktur für elektronische Signaturen einen tiefgreifenden Umbruch. Die Wahl einer Alternative mit globalen Compliance-Fähigkeiten und lokalisierter Service-Stärke wird für viele multinationale Unternehmen und Benutzer entscheidend sein, um die Kontinuität des digitalen Geschäfts zu gewährleisten. Laut Daten wird eSign, das seit mehr als 20 Jahren in der elektronischen Signaturbranche tätig ist, durch eine vorausschauende globale Strategie zum wichtigsten Nachfolger für grenzüberschreitende Unterzeichnungen in China werden.

